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Über Der Bettler ([[:Portal:Vorlage:Thema/Der Bettler|Vorlage:Thema/Der Bettler-Fanfiction]]; Alltägliches, Drama):
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Autoren: MeerUndMehr; Registrierte Leser: 0; Hinweise: FSK Nicht angegeben  Zuletzt aktualisiert: 01.03.2015

Andreas zählte das Geld. Er genoss das Gefühl des Metalls in seinen Händen. Nachdem der Bettler fertig gezählt hatte, lehnte er sich gegen eine Granitmauer. Während er die Kälte des Steines durch die Kleidung hindurch spürte, dachte er was er sich kaufen sollte. Vielleicht ein paar Semmeln, vielleicht Yoghurt oder Alkohol? Angepriesen mit riesigen Neonschriftzügen sah Andreas vor seinen Augen, eine Flasche Schnaps, verführerisch glänzend. Eine Woge naiver Hoffnung durchflutete seinen Körper.

Andreas zählte noch mal sein Geld, durchsuchte seine Taschen. Jedoch hatte er zu wenig Geld. Der Bettler blickte nach link und sah einen Mann auf sich zukommen. Der Mann war um die vierzig Jahre alt, trug einen Mantel, darunter wahrscheinlich einen Anzug und ging mit Stock. Andreas dachte darüber nach, ob er den Gehstock ansprechen sollte, verwarf seinen Gedanken aber wieder. Als der Mann auf der Höhe des Bettlers war, sagte dieser: „Hätten’s ein bisschen Kleingeld?“ Der Mann blickte Andreas an und begann in seinem Mantel nach Münzen zu suchen. Plötzlich hörte die Hand abrupt auf zu Suchen, stattdessen fragte der Mann misstrauisch: „Du kaufst dir keinen Alkohol oder?“ „Natürlich nicht, ich will mir Kaffee und einen Leib Brot kaufen.“, antwortete Andreas hastig. Er hätte sich auf die Zunge beißen können. Die Antwort kam viel zu schnell. Der Mann hob die Augenbraue um seinen Zweifel Ausdruck zu verleihen, begann aber wieder zu suchen. Andreas frohlockte innerlich und entspannte sich. Erneut stoppte der Mann seine Suche. Seine braunen Augen musterten Andreas, wie als könnte man den Bettler dadurch dazu bringen die Wahrheit zu sagen. Andreas spürte wie er sich immer unwohler fühlte. Nach zehn Sekunden, welche dem Bettler erheblich länger vorkamen, sagte der Mann: „Ich gehe zur Bäckerei dort drüben“, er zeigte auf ein Geschäft, welches 20 Meter entfernt war. „und kaufe dir Kaffe und Brot. Du kannst mich beobachten.“ Der Mann ging in Richtung Bäckerei. Währenddessen fiel Andreas ein, dass er diesen Mann schon irgendwo gesehen hatte. Vielleicht fährt er öfters mit der U-Bahn, schoss Andreas durch den Kopf. „Nein“, sagte er zu sich selbst. „Jemand der nicht richtig gehen kann, besitzt ein Auto“. Stolz auf seine Schlussfolgerung merkte der Bettler nicht, dass der Mann mit Kaffee, drei Broten und einer Zeitung zurück kam. Andreas war erstaunt und erfreut, dass der Mann zurückgekommen war. Er bedankte sich für die Lebensmittel.

Der Mann wollte weggehen, entschied sich aber anders und sagte mit leicht melancholischer Stimme: „ Du hast wahrscheinlich Leberzirrhose Dein Alkoholkonsum hat deine Leber stark beschädigt, sodass sie schrumpft. Deine gelben Augen, die rote Zunge, deine geröteten Handflächen sind Symptome einer Leberzirrhose Geh ins Krankenhaus und lass dich untersuchen. Wahrscheinlich hast du auch eine Bauchglatze Bauchschmerzen und wenn du blutest, dauert es sehr lange bis die Wunde verheilt.“ „Stimmt!“, antwortete Andreas mit schwacher Stimme. „Sind Sie Arzt?“, der Bettler fragte nicht als Zweifel sondern aus Interesse. „Nein, ich bin Physiker und Chemiker. Ich habe Medizin studiert, jedoch das Studium frühzeitig abgebrochen.“ Mit diesen Worten wandte sich der Mann ab, holte eine Tic-Tac Packung aus seiner Brusttasche und ging weiter. Gierig stürzte sich Andreas auf das Essen. Als er fertig war, dachte der Bettler an die Worte des Mannes. … sagte Andreas leise. Er spürte wie das Verlangen nach Alkohol größer wurde und versuchte sich mit der Zeitung abzulenken. Dort entdeckte er ein Flugblatt eines Supermarktes. Auf diesem wurde Alkohol um den halben Preis angeboten. Andreas dachte kurz nach, stand auf und ging zum Markt. The hell ain’t a bad place to live



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