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Über Die Sache mit der Courage (Selbst ausgedacht-Fanfiction; Alltägliches, Kurzgeschichten):
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Autoren: MeerUndMehr; Registrierte Leser: 0; Hinweise: FSK Nicht angegeben  Zuletzt aktualisiert: 01.03.2015

Es war ein Mittwochabend. Ich saß in einer schäbigen, nach kaltem Rauch und Urin stinkenden Kneipe. So ekelhaft dieses Etablissement auch war, es war brechend voll. Ich saß an der Bar und bestellte mir in sehr kurzen Intervallen Tequilla. Hinter mir brüllten ein paar alte Männer den Fernseher an. Es lief Fußball. Wahrscheinlich war es irgendein Finale von irgendeinem großen Turnier. Was weiß ich. Ich hatte schon einiges getrunken und war dementsprechend übermütig. Als mal wieder die, von mir erwünschte Lautstärke überschritten wurde, drehte ich mich zu diesem brüllenden Haufen um und warf mein kleines Gläschen nach ihnen. Es wurde wieder ruhig. Ich drehte mich um und bestellte mir einen neuen Drink. Ich unterhielt mich mit dem Barkeeper über Musik und demnächst anstehende Konzerte, über die Außenpolitik der USA und politische Extremisten in unserem Land. Je mehr ich trank desto lauter und unsinniger wurden meine Ausführungen. Irgendwann verspürte ich einen recht heftigen Schmerz am Hinterkopf. Einer von diesen lauten, alten Männern hatte mir mein kleines Schnapsglas, netterweise zurückgeworfen. Plötzlich fing ein kleines Gerangel an. Die alten Männer hatten wohl mindestens genauso viel getrunken wie ich. Sie kamen zu mir an die Theke und erkundigten sich nach dem Glaswerfer. Ich drehte mich um und setzte mich aufrecht hin. „Das war ich. Ihr alten Wichser brüllt hier rum wie die Bekloppten.“ Wahrscheinlich waren es Bauarbeiter oder Lagerarbeiter. Zumindest trugen sie alle dreckige Arbeitskleidung und waren, wie ich feststellen musste überaus kräftig. Nach zwei oder drei heftigen rechten Geraden fiel ich von meinem Barhocker. Nachdem ich wieder auf den Beinen war, legte ich zwanzig Euro auf die Theke und verabschiedete mich von dem Barkeeper. Auf den Weg nach draußen schnappte ich mir noch einen Aschenbecher von der Theke und warf diesen dem alten Mann, der mir mein Gesicht verschönern wollte, an den Kopf. Er sackte sofort zusammen. Der restliche Haufen sprang auf und kam recht schnell auf mich zu. Ich nahm die Beine in die Hand und verschwand ziemlich rasch in den dunklen Gassen. Ich rannte wohl fünf Minuten durch. Als ich bemerkte das mir keiner mehr folgte blieb ich stehen und setzte mich auf ein paar Treppen vor einem Hauseingang. Dann kam es mir hoch. Ich drehte mich zur Seite und kotzte alles wieder aus. 'Klasse, da liegen jetzt zwanzig Euro neben mir!', dachte ich mir. Es war so gegen 22 Uhr. Es war kalt und es schneite. Nach ein paar Zigaretten hallten Schreie durch die Gassen. Es waren Schreie von einer Frau. Ich verstand nicht was sie schrie. Aber mein Interesse war geweckt. Also machte ich mich auf die Suche nach der Quelle dieser unmenschlich lauten Schreie. Nach ein paar Minuten Fußmarsch durch die Kälte waren die Schreie direkt neben mir. Ich drehte mich ein paar mal um, bis mein Blick auf einem Gebüsch fiel. Das Gebüsch wackelte, ein paar Kleidungsstücke lagen davor und vier Füße waren zu sehen. Die Schreie waren furchtbar. Mir war klar, dass direkt vor mir irgendein Perverser seinen Trieben nachgeht und ein Frau vergewaltigt. Nach kurzem Überlegen nach weiteren Handlungen ging ich zu einem Zaun und nahm eine locker sitzende Latte ab. Bewaffnet und vollgepumpt mit Adrenalin stand ich nun da. Was war das für ein Mann, war er groß, war er stark, war er bewaffnet oder war er ein Meister in irgendeiner fernöstlichen Kampfsportart? Egal durch meine Adern floss nur noch Schnaps und Adrenalin. Schmerzen konnte mein Körper eh nicht mehr wahrnehmen und weder Freunde noch Familie würden mich vermissen. Ich würde kein Verlust für die Welt sein, aber eine Rettungsaktion könnte meinem jämmerlichen Dasein einen Höhepunkt verschaffen. Da stand ich also. Die Zaunslatte in der Hand und voller guter Vorsätze. Ich fing an auf das Gebüsch einzuschlagen. Zu den Schreien der Frau kamen nun die Schreie des Perversen. Immer wieder raste die Latte auf das Gebüsch. Immer wieder. Das Holz färbte sich langsam blutrot. Ich schlug mehrere Minuten auf den Mann ein. Das Gebüsch bewegt sich jetzt nicht mehr. Ich warf die Latte weg und zündete mir ein Zigarette an. Die Frau kroch aus dem Gebüsch, nackt, weinend, über und über mit dem Blut des Vergewaltigers. Sie schnappte sich ihre Sachen und rannte weg. Ich rauchte die Zigarette auf. Noch nie hatte mir eine Zigarette so gut geschmeckt wie diese. Noch nie hatte ich so ein gutes Gefühl. Es war wahrscheinlich Stolz, sicher bin ich mir da nicht. Da lag er nun, mit runtergezogener Hose und blutüberströmt. Ich ging zu ihm und trat ein paar mal leicht gegen seine Beine. Er lebte noch und stöhnte vor Schmerzen. Ich hatte ihm bestimmt den halben Oberkörper gebrochen. Überall war seine Haut aufgeplatzt. Er war kein starker Mann, war nicht bewaffnet und höchstwahrscheinlich auch kein Meister in einer fernöstlichen Kampfsportart. Es war ein kleiner, dicker Mann so um die vierzig Jahre alt. Er hatte ziemlich starken Haarausfall und eine fette Bierwampe. Ich trat ihm noch drei oder vier mal in die Genitalien. Das Schwein vergewaltigt nicht noch mal eine Frau.

Es war jetzt so gegen halb elf. Mein Appetit auf Schnaps wurde wieder stärker. Ich war stocknüchtern und wollte das ändern. An einer Tankstelle kaufte ich mir noch eine Flasche billigsten Whiskey und ging nach Hause. Am nächsten Mittag wurde ich durch ein lautes Klopfen an der Tür geweckt. Mit fürchterlichen Kopfschmerzen stand ich auf um nachzusehen wer da so einen verdammten Alarm macht. Neben meinem Bett stand die Whiskeyflasche. Sie war leer und mir war jetzt klar woher ich solche fiesen Kopfschmerzen hatte. Es klopfte immer noch und ich begab mich zur Wohnungstür. „Ja, wer ist da?“ „Die Polizei. Öffnen sie bitte die Tür oder wir machen das!“ „Einen kleinen Moment bitte. Ich bin nackt.“ Ich zog mir eine Hose an und öffnete die Tür. Ich hatte noch nicht die Tür offen, da flog sie mir schon entgegen. Ein riesiger Mann hatte sie aufgetreten. Es war nicht die Polizei, es waren fünf große Männer in schwarzen Anzügen. Einer von ihnen schlug mir ins Gesicht, worauf ich sofort zu Boden ging. Da lag ich nun, halbnackt und ziemlich verkatert. Die Männer gingen einen Schritt zu Seite und machten einem kleinen, dicken Mann, der so um die vierzig Jahre alt war, platz. Der Mann hatte einen Gipsverband um den linken Arm. Es war der Lüstling von letzter Nacht. Er trat mir erst ins Gesicht und dann noch ein paar mal in die Eier. „Meine Frau ist dir gestern gefolgt Freundchen.“ „Wer ist denn deine Frau. So ein Fettsack wie du bekommt doch keine ab. Vielleicht ne Nutte aber keine normale Frau.“ „Halt dein Maul! Meine Frau war die, mit der ich gestern im Gebüsch ne Nummer geschoben hab.“ „Und warum hatt die dann geschrieen wie am Spieß.“ „Die schreit immer wenn wir ficken!“ „Na, ich hab gedacht, dass du die vergewaltigt hast.“ „Nein, hab ich nicht. Wir sind seit dreizehn Jahren verheiratet.“ „Ich konnte doch nicht ahnen, dass die deine Frau ist.“ „Das ist jetzt egal. Ich werde dir jetzt nämlich die Scheiße aus dem Leib prügeln. Verstanden?“ „Ach fick dich doch Fettbacke...“ Zwei von den Männern rissen mich hoch und hielten mich fest. Der kleine fette Mann ging kurz raus und kam mit einer blutigen Latte wieder zurück in die Wohnung. Er fand das wohl witzig mich mit der selben Latte fertig zu machen mit der ich ihm die Schweinerein austreiben wollte. Und dann ging es los. Leider war er Rechtshänder, denn ich hatte ihm den linken Arm gebrochen. Er konnte zwar mit einem Arm nicht richtig schlagen, dafür hatte er aber alle Zeit der Welt die richtige Technik für einem Arm zu finden. Mir kam es unendlich lang vor als er auf mich einschlug. Aber im Gegensatz zu dieser fetten Memme schrie ich nicht. Ich ertrug es. Nach ein paar Minuten hörte er auf und setzte sich. Die Männer ließen mich los und ich sackte sofort zusammen. Ich konnte mich kaum bewegen. Der fette Mann lachte laut und zündete sich ein Zigarre an. Er rauchte ein paar Züge und kam dann auf mich zu. Mir war irgendwie klar was er vorhatte. Mein nackter Oberkörper war nun zu einem Aschenbecher umfunktioniert wurden. Die Zigarre wurde auf meiner linken Brustwarze, ganz langsam und behutsam, ausgedrückt. Die Schmerzen waren unerträglich. Letztendlich hatte er mich also doch zum schreien gebracht. Er warf die Zigarre weg und wieder wurde ich von zwei Männern hochgezerrt und festgehalten. Diesmal schlug er länger, öfter und härter auf mich ein. Ich spürte wie meine Rippen zerbrachen. Ich konnte nicht mehr schreien. Meine Stimme verließ mich, weshalb ich nur noch ein leises Stöhnen raus bekam. Der Fettsack hatte wirklich eine erstaunliche Ausdauer. Irgendwann geht aber jedem die Puste aus, auch dem geht sie irgendwann aus. Schließlich war er fertig. Die Männer ließen mich erneut fallen. Aber mir sollten nicht nur Schmerzen zugefügt werden, sondern sie wollten mich auch noch demütigen. Die fünf Männer und der fette, alte, feige und perverse Mann pissten auf mich. Der Urin mischte sich mit meinem Blut. Als sie fertig waren drehte ich mich zu ihnen um. „Warum habt ihr eigentlich alle so kleine Schwänze?“ Von jedem bekam ich noch einen Tritt ins Gemächt aber ich lachte dennoch. Sie verließen meine Wohnung. Ich sah keinen von denen jemals wieder. Und helfen werde ich auch keinem mehr. Scheiß drauf.



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