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Über Gedanken eines Kranken (Selbst ausgedacht-Fanfiction; Alltägliches, Innerer Monolog):
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Autoren: MeerUndMehr; Registrierte Leser: 0; Hinweise: FSK Nicht angegeben  Zuletzt aktualisiert: 01.03.2015

Ich hasse Wartezimmer. Sie stinken nach billigen Putzmittel, alten Blumen und schimmelnder Tapete. Zum Glück sitzt kein alter Mann neben mir, welcher innerhalb der nächsten Minuten, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, tot vom Sessel kippen und meine wird und meine geliebte PSP mit in den Tod zu reißen versucht. Aber ich und meine Spielekonsole sind in Sicherheit, obwohl der offensichtlich kranke Pensionist, welcher vor kurzem den Raum betrat betrat, auf den Platz zu meiner Rechten starrt und offensichtlich diesen auch in Besitz nehmen will. Ich muss etwas unternehmen. Ich könnte ein Buch auf den Sessel legen, behaupten der Platz sei besetzt oder, oder. Zu Spät, der Mann hat sich neben mich gesetzt. Glücklicherweise wirkt er nicht krank. Ich frage mich, weshalb er hier ist?

Opilein sieht nicht so aus, als hätte er Krebs oder Syphilis, vielleicht braucht er nur etwas Gesellschaft und will die Tageszeitung von gestern lesen. Selbst ich wirke etwas kränker, als mein Sitznachbar, aber mein Hausarzt sagte, die Schmerzen seien ungefährlich und wahrscheinlich Stress induziert. Er erwähnte auch, dass dieser Arztbesuch nur ein Kontrollbesuch sei, obwohl letzte Woche hatte Dr. House einen Patienten, dessen einziges Problem Schmerzen waren. Es stellte sich heraus, dass dieser Drogen konsumierte und Ursache der Symptome war unreines Kokain. Wenn ich Drogen nehmen würde, dann achte ich auf die Qualität. Es ist erstaunlich, wie lehrreich Fernsehen sein kann. Da ich keine Drogen konsumiere, sind meine Schmerzen ungefährlich, obwohl einer meiner Klassenkameraden hat in einem Referat erwähnt, dass Schmerzen ein Symptom von Frühsommermeningoenzephalitis ist, verdammt diese Krankheit hat einen gebräuchlicheren Namen, der mir nicht einfallen will, doch das ist jetzt nicht von Bedeutung. Wenn mir bloß die anderen Symptome einfallen würden. Ich glaube Nackenscherzen und Verlust der motorischen Fähigkeiten sind zwei. Als ich heute aufgestanden bin, hatte ich Kopfscherzen und gestern stolperte ich dreimal.

Oh, mein Gott, verdammt, das darf ich nicht denken, denn ich bin Atheist, ich habe Frühsommermeningoenze-, Frühsommermeningoenze-, ach ich bin krank und muss sterben, das ist wichtig und nicht der Name einer vermaledeiten Krankheit, obwohl ich glaube, dass Schmerzen kein Symptom von dieser Krankheit, FSME ist, denke ich, die Abkürzung, sondern von einem Gehirntumor, welcher wahrscheinlich schon zu groß ist, um ihn zu entfernen. Ich fasse das Ergebnis meiner Selbstdiagnose zusammen. Ich habe Krebs und FSME, ich werde sterben. Nein, an so etwas darf ich nicht denken. Ich werde jetzt zum Empfang schauen, wo ein außergewöhnlich attraktives Mädchen steht. Diese Augen mit der, wie aus Obsidian geschliffenen Iris, diese anmutige Nase, diese makellose Haut und die Brüste, welche verheißungsvoll gegen den dünnen Stoff der Bluse drücken. Eine Schönheit wie es sie selten gibt. Felix, beherrsche dich und versuche nicht zu sabbern. Oh, sie kommt her. Wo sind meine verfluchten Tic Tacs? Normal habe ich mehr Minzpastillen in meinem Sakko, als ein Supermarkt in seinem Sortiment, doch ausgerechnet heut ist mein Sakko so leer wie die Geldbörse eines Börsenspekulanten im Jahre 1930. Sie hat sich neben mich gesetzt und will meine Telefonnummer. Der Atheismus ist eine Lüge, seit diesem Moment weiß ich, es gibt einen Gott. Sie heißt Carmen und ist Stephen King Fan. Leider hat Carmen Syphilis, aber das ist nicht von Bedeutung. Ich habe Krebs und Frühsommermeningoenzephalitis und werde in spätesten sechs Monaten sterben, doch mit Carmen können es die schönsten sechs, vier wenn ich mich mit Syphilis infiziere, Monate meines Lebens werden.



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