MeerUndMehr - Fanfiction Writing Wiki
Über Reise eines Helden (One Piece-Fanfiction; Abenteuer, Humor):
Von dem Wunsch nach Freiheit, Ruhm und dem legendären Bund unter Kameraden getrieben, machte sich Lee zur Reise über die Grand Line auf! Doch seine neuen Freunde definieren das Wort "abnormal" neu - Kann sich Lee mit dieser Freakshow von Begleitern behaupten?
Autoren: Panda Lee; Kapitel: 224 KapitelRegistrierte Leser: 0; Hinweise: FSK 16  Mum-fsk-gewalt.png Zuletzt aktualisiert: 16.02.2014
Kapitel 210
◄ vorheriges Kapitel nächstes Kapitel ►
Infos
Titel: Eine letzte Zigarette
Zusatz
Erste Auftritte:
Neue Insel:
Erste Items:
Arc:

Initium Arc


Coverstory0 „A Kind of Filler“
Wusstest du schon, dass dieses Mal nicht zwischen Charakteren gesprungen wird?


„Dem scheint wirklich die Sicherung durchgebrannt zu sein“, meinte Blink lässig. In diesem Moment raste Guy los und zielte auf Blink, der den Angriff mit einem Tritt abwehren wollte, jedoch brach dessen Schienbein glatt durch und ließ ihn vollkommen schutzlos zurück. „Was zum...?“, entwich es dem Arzt als seine Brust zum wiederholten Male durchschlagen und eines seiner Herzen entrissen wurde.

Ein keckerndes Lachen kam von Guy, als er seinen Arm nicht aus dem Brustkorb seines Gegners entfernen konnte. Dann verpasste er Blink eine heftige Kopfnuss worauf dieser zurück taumelte und so den Arm des Gesichtslosen wieder freigab. Begierig verschlang Guy das gestohlene Herz und grinste dann seinen Gegner schadenfroh an.

Doch in diesem Moment stürzte Seiya von oben auf Guy herab, worauf dieser hastig aus dem Weg sprang, da ansonsten sein Körper zerschmettert worden wäre. „Blink geht es dir...?“, rief Seiya bestürzt, doch dieser Augenblick der Unachtsamkeit kostete sie einen weiteren Treffer Guys, der sie durch die Luft schleuderte. Der Arzt fing die Getroffene noch im Flug und landete sicher auf dem feuchten Waldboden.

Obwohl er Seiya immer noch in den Armen hielt, konnte der ehemalige Auftragskiller die Angriffe Guys blockieren oder ihnen zumindest entgehen. Plötzlich stieß sich Seiya von ihm ab und preschte Guy entgegen, der einen weiteren Frontalangriff unternahm. Die Fäuste der beiden Homunkuli prallten aufeinander und als sie zum zweiten Schlag ausholten, schien Guy zu spät zu bemerken, dass er nur noch einen Arm hatte, weswegen er Seiyas Schlag ohne Gegenwehr kassierte.

Offenbar angetrieben von seinen animalischen Instinkten preschte Guy wieder nach vor, um die Frau zu verletzen, jedoch stellte sich Blink zwischen sie und verpasste Guy einen heftigen Kinnhaken worauf dessen Kiefer zertrümmert wurde. Der Homunkulus trat zurück und brach in ein hysterisches Gelächter aus, welches seinen Gegnern einen grausigen Schauer über den Rücken laufen ließ.

„Ich glaube er ist nun vollkommen am durchdrehen“, meinte Blink und tastete schon wieder den blutigen Fetzen, der einst sein Kittel gewesen war, nach Zigaretten ab. „Ja, wenn wir nicht aufpassen, wird dies unsere letzte Kippe“, meinte Seiya und bot ihrem Schwager eine Zigarette samt Feuerzeug an. „Letzte Zigarette? Hm... ich weiß gar nicht, wie oft ich schon meine 'Letzte' genossen habe“, schwärmte der Arzt, als er das in Papier eingewickelte Suchtmittel entzündete.

Guy beobachtete diese Prozedur. Seine Gedanken rasten und überschlugen sich. Er hatte nur noch einen Arm und zwei Beine, würde er noch eines davon verlieren, würde er definitiv sterben ohne seinen Gegnern auch nur eine Narbe zu verpassen. Er durfte nicht leichtfertig in diesen Kampf stürmen, dies war vermutlich seine letzte Chance. Blink drehte ihm den Rücken zu um sich leichter mit Seiya unterhalten zu können. Seine Instinkte brannten wieder durch, er würde die Arroganz seines Gegners nicht ungestraft lassen. Er rannte los.

-Einige Jahre zuvor in den Straßen Lorems, Initium-
Er lag immer noch in der selben Gosse in der er sich vor einigen Tagen wieder gefunden hatte. Damals, als er aufgewacht war, war um ihn herum ein heilloses Durcheinander bei dem die Leute schrien, dass das Forschungsinstitut explodiert sei. Seither fragte er sich, ob er von diesem Forschungsinstitut stammte. Die Menschen mit denen er einst zu tun hatte, jene die ihn durch eine durchsichtige Wand immer begutachtet hatten, hatten einmal erwähnt, dass es sich um ein Forschungsinstitut handelte.

Doch nun waren schon einige Tage vergangen und die Menschen umher hatten sich beruhigt, zwar waren es immer noch viele, mehr als er gewohnt war, und es machte ihm Angst, jedoch machten sie keine hastigen Bewegungen mehr. In den vergangenen Tagen hatte er oft überlegt seinen Standort zu wechseln, jedoch wusste er nicht wohin und überhaupt war die lichtlose Schwärze, die sein Sichtfeld darstelle, überall die Selbe. Außerdem, auch wenn er den Grund nicht kannte, wurden die Menschenmassen wieder unruhig, wenn er die kalte Gosse verließ und sich unter die vielen Menschen mischte. Dies wollte er wenn möglich vermeiden.

Ein Klimpern ertönte und ein kleiner Gegenstand fiel vor ihm zu Boden. Das Geschehene wiederholte sich, von der Bewegung der Menschen, die er durch seine anderen Sinne wahrnahm, stellte er fest, dass die kleinen Gegenstände ihm zugeworfen wurden. Niemand wollte diese Gegenstände zurückhaben, immer wieder wurde ihm im Vorbeigehen so ein kleines Stück zugeworfen. Vollkommen ahnungslos was es mit dieser Geste auf sich hatte, sammelte er die kleinen, kalten Dinge auf und verstaute sie unter dem Fetzen, den er um sich geschlungen hatte.

Die Tage zogen weiter dahin und immer mehr der kleinen, runden Gegenstände fanden sich in seinem Besitz wieder. Jedoch spürte er langsam ein ihm unbekanntes Gefühl in seiner Bauchgegend aufkeimen. Hin und wieder machte sich dieses Gefühl sogar lautstark bemerkbar. Dann geschah tatsächlich etwas sehr Ungewöhnliches. Ein Mensch war zu ihm in die Gosse getreten und sprach mit ihm. Er sprach das Gefühl in seinem Magen und die kleinen Gegenstände an. Außerdem erklärte er, wie er die Gegenstände nutzen konnte um dieses Gefühl, welches von Tag zu Tag unangenehmer wurde, verdrängen konnte.

Damals war es unbegreiflich für ihn gewesen, dass man sogenanntes „Geld“ nutzen konnte um andere, nützlichere Dinge, wie „Essen“ oder „Kleidung“ zu erhalten. Doch um einiges wichtiger war die Tatsache, dass die Menschen, solange er „Geld“ hatte, ihn nicht mieden, dass sie in seiner Gegenwart ruhig blieben und bedacht darauf waren das zu tun, was er wollte, solange sie etwas „Geld“ bekommen könnten.

Was war also dieses „Geld“? Dies fragte er sich oft und irgendwann hatte sich die feste Überzeugung in seinem Kopf eingenistet, dass er es erfahren würde, sobald er alles „Geld“ der Welt besitzen würde. Also ging er dort hin, wo er Geld vermutete. Tat was ihm befohlen wurde und hatte nicht nur einmal seine Arbeitgeber selbst getötet um sich deren Reichtum einzuverleiben. Irgendwann bekam er den Namen „Guy“ und dann später den Titel „Gier“. Niemals hätte er gedacht, dass er sein Ende finden würde, bevor er die Bedeutung von „Geld“ erfährt.

-Gegenwart, Wald nahe Lorem, Initium-
„Tut mir echt Leid wegen deinem Herz“, meinte Seiya, die mit Blink auf dem Boden saß, und sah mitleidig auf die riesige Wunde auf Blinks Oberkörper, die sich nur sehr gemächlich verschloss. „Ach was, war ja nicht deine Schuld, dass ich diesem Bastard den Rücken zugekehrt habe. Außerdem habe ich ja noch eins. Es ist zwar mein Eigenes aber das wird mir schon noch gute Dienste leisten, denke ich“, meinte der Arzt gelassen und fischte das zerdrückte Herz, das er zuvor zurückgelegt hatte, wieder aus seinem Brustkorb, „Ich bezweifle, dass sich diese Dinger noch erholen können“, meinte er und warf es weg.

„Du hast vorher was von einer letzten Zigarette erwähnt, nicht wahr?“, fragte Blink nun, da sein Glimmstängel bald sein Ende erreichen würde. „Ja, wieso?“, fragte sie, obwohl sie schon ahnen konnte, worauf Blink hinaus wollte. „Wie wärs? Dies hier wird meine letzte Zigarette. Damit lege ich meine alten Tage als Auftragsmörder nieder und werde von nun an nur noch Blink daVinci geheißen!“, verkündete er pompös und erhob seinen Zigarette, wie bei einem Toast.

Seiya musste bei diesem Anblick lachen, stimmte aber dann in seine Pose ein und erhob ebenfalls ihren Glimmstängel, „Nun denn. Da ich in der Beziehung zu Mike bald eine neue Ebene erreichen werde, soll auch dies meine letzte Zigarette sein“, sagte sie und musste sich bei der ernsten Miene Blinks einen weiteren Lacher verkneifen. Dann, wie um den Schwur zu besiegeln, drückten sie zeitgleich ihre Zigaretten in den Augenhöhlen Guys aus, dessen abgetrennter Schädel zwischen ihnen lag.

Dann richtete sich Blink auf und klopfte seine Kleidung ab, ehe er Seiya seine Hand anbot, um sie hochzuziehen. Noch bevor sie sicher auf beiden Beinen stand, musste sie laut loslachen, da ein nasser Klumpen auf Blinks Kopf viel und die rote Flüssigkeit, die von dem Klumpen ausging, über sein Gesicht lief. Mit spitzen Finger zog der Arzt den Klumpen, welcher vor wenigen Minuten noch ein Teil von Guys Körper gewesen war, herunter und warf ihn weg, „Ich bin froh, dass wir hier nicht aufräumen müssen.“ Mit diesen Worten fielen weitere Organe von dem Blätterbaldachin herunter und landeten in der gewaltigen Blutlache, die sich über den Waldboden erstreckte.





Bearbeiter dieser Geschichte

Panda Lee (Diskussion) 00:44, 16. Feb. 2014 (CET)